Mauer des Sprechens

Die „Mauer des Sprechens“ ist eine Dialogwand, die viele Meinungen und Bekenntnisse widerspiegelt. Die Menschen gehen langsam an ihr entlang, lesen, lernen und diskutieren. Kinder und Jugendlichen wollen, dass endlich gesprochen wird und sie selbst im Kampf gegen sexuelle Gewalt ernst genommen und eingebunden werden.

Auf gedruckten Mauersteinen aus Papier (DIN A5) machen Kinder und Jugendliche auf das Unrecht sexuelle Gewalt aufmerksam, das in unserer Gesellschaft immer noch nicht offen angesprochen wird.

Sie kleben ihre Botschaften, Forderungen und Gedanken auf ein Transparent (siehe Papierrolle) so auf, dass sich ein Mauermuster ergibt. So fügt sich eine „Mauer des Sprechens“ zusammen.

 

Vorgeschichte

Die „Mauer des Sprechens“ entstand in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bereits 2006 organisierten wir in der Städtischen Realschule Kerpen mit rund 700 Schülerinnen und Schülern Informationsveranstaltungen zum Thema Kinderprostitution und eine erste Aktion mit Mauersteinen aus Papier.

Die beiden Aktionen zum Tag gegen sexuelle Gewalt auf dem Düsseldorfer Flughafen 2007 und 2008, die wir zusammen mit Kindernothilfe und ECPAT durchführten, haben deutlich gemacht, dass sich Jugendliche aktiv zum Schutz vor sexueller Gewalt einbringen wollen.

Auf dem evangelischen Kirchentag in Bremen starteten wir im Mai 2009 die „Mauer des Sprechens“.