Angst-Orte suchen

Fast alle Menschen haben Angst, bewusst oder unbewusst. Gibt es positive und negative Ängste? Positive Ängste schützen uns – negative Ängste lähmen. Lähmung ist eine mögliche Voraussetzung für Gewalt.

Jugendliche beschäftigen sich mit dem, was wir alle vermeiden: Mit ihren Ängsten. Dafür machen sie Umwege in die Vergangenheit und schlüpfen in die Situation der Menschen, die in Angstsituationen sind.

Mögliche Angst-Themen, die von jeder beteiligten Organisation entwickelt und eingebracht werden können:

  • Angst in der NS-Zeit – Schweigen lernen – Wegschauen lernen – Kämpfen lernen
  • Angst im Gefängnis – Menschen in Gefahr – Frauen in Gefahr – amnesty international
  • Angst im Krieg – Kinder müssen kämpfen – Kindersoldaten
  • Angst vor sexueller Gewalt – Kinder/Frauen werden ausgebeutet – Kinderprostitution
  • Angst vor Abschiebung – Flüchtlingskinder in Gefahr – Pro Asyl
  • Angst vor Beschneidung – genitale Mädchenbeschneidung und ihre Folgen

 

Angst-Orte suchen

In der Aktion „Angst-Orte“ suchen die Jugendlichen nach Punkten in ihrer Stadt, die in ihnen ein Gefühl von Angst auslösen. Sie stellen zunächst einen Fragenkatalog zusammen: Wie und wonach sollten sie die Zielgruppe „Gleichaltrige“ befragen?

Einmal in Bewegung kommen erstaunlich viele Angst-Orte zu Papier. Auf einem Stadtplan werden die Angst-Orte eingezeichnet. Im nächsten Schritt überlegen sich die Jugendlichen Lösungsmöglichkeiten und schreiben sie dazu.

 

Lernzuwachs

Die Jugendlichen lernen, mit Ängsten umzugehen, sie aber nicht als gegeben hinzunehmen. Sie erkennen, dass sie etwas verändern können.

 

 

Empfohlene Aktionsformen

 

Aktionskreis erweitern

Befragt werden sollen nicht nur die Jugendlichen in der eigenen Schule. Einbezogen werden sollte auch das Umfeld der Jugendlichen – also Eltern, Freunde etc.

 

Die Ängste der Kleinen

Die Jugendlichen besuchen Grundschulen und Kindertagesstätten um die Jüngsten nach ihren Angst-Orten zu fragen.

 

Ängste von Behinderten und SeniorInnen

Eine besondere Lernchance besteht, wenn sich die Jugendlichen für die Ängste von Behinderten und SeniorInnen interessieren und diese befragen. Dabei könnten sie durchaus auf Ängste stoßen, die sie selbst – oft durch ein ganz natürliches jugendliches Verhalten – hervorrufen.